Solisten

Camerata

Linda Leine & Daria Marshinina

Solisten

 
 

Musikalisch war es Liebe auf den ersten Blick. Als die Pianistinnen Daria Marshinina und Linda Leine in der Klavierklasse von Lilya Zilberstein an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg erstmals gemeinsam am Klavier saßen, war das für beide ein magischer Moment: die zwei charakterstarken Solistinnen – Daria aus Russland, Linda aus Lettland – erkannten sofort gemeinsame musikalische Ideale, teilten die Neugier für neues Duo-Repertoire und wurden schnell an den Tasten unzertrennlich. 

Auch in ihren Programmen zeigen die Musikerinnen die Evolution von der Solo-Künstlerin zum Klavierduo: solistisch, vierhändig und an zwei Klavieren sind die Beiden im Konzert zu erleben – dabei stets unterhaltsam, abenteuerlustig und wandelbar.

Wichtige Impulse für ihre Klavierduo-Arbeit erhalten Daria Marshinins

Marshinina und Linda Leine in der renommierten Duo-Klasse von Hans-Peter und Volker Stenzl an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und sammelten musikalische Anregungen unter anderem beim Klavierduo Genova & Dimitrov sowie bei Andreas Groethuysen. Daria Marshinina und Linda Leine sind Preisträgerinnen des Internationalen Klavierwettbewerbs für Klavierduos in Rom, spielten sich bis ins Semifinale der Chicago International Duo Piano Competition und sind Stipendiatinnen der Claussen-Simon-Stiftung. Mit ihren innovativen Klavier-Programmen, in die auch ihre russischen und lettischen Wurzeln einfließen, konzertieren sie in Deutschland und im europäischen Ausland – so beispielsweise beim Schleswig-Holstein Musikfestival und beim Lettischen Rundfunk in Riga.

 

Einige namhafte KünstlerInnen unterstützen dieses Duo künstlerisch und motivierend: Prof. Hans-Peter und Volker Stenzl, Prof. Lilya Zilberstein, Prof. Anna Vinnitskaya, Prof. Konrad Elser, Prof. Elmar Lampson, Prof. Hubert Rutkowski, Prof. Bernd Zack, Prof. Bernd Goetzke, Elisabeth Leonskaja, Prof. Marianna Shirinyan, Prof. Andreas Groethuysen.

Jens Peter Maintz

Jens Peter Maintz genießt einen hervorragenden Ruf als vielseitiger Solist, gefragter Kammermusiker sowie als engagierter und erfolgreicher Celloprofessor.Aus Hamburg stammend, studierte er bei David Geringas und besuchte Meisterkurse bei weiteren großen Cellisten wie Heinrich Schiff, Boris Pergamenschikow, Frans Helmerson und Siegfried Palm. Darüber hinaus prägten ihn die intensiven Kammermusikstudien bei Uwe-Martin Haiberg und Walter Levin.Im Jahre 1994 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, der bis dahin im Fach Cello 17 Jahre lang nicht vergeben worden war.

Einige Jahre sammelte er wertvolle Orchestererfahrung als Solocellist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und bereiste auch als Mitglied des renommierten Trio Fontenay die Welt. Seit 2006, damals auf Einladung von Claudio Abbado, ist Jens Peter Maintz Solocellist des Lucerne Festival Orchesters.

Seine Solistenkarriere brachte ihn mit Dirigenten wie Vladimir Aschke

 

Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Marek Janowski, Dmitry Kitajenko, Franz Welser-Möst, Reinhard Goebel und Bobby McFerrin zusammen. Er musizierte dabei u.a. mit dem Radiosinfonieorchester Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem RSO Stuttgart, dem Residenzorchester den Haag und Tokyo Symphony Orchestra. Neben dem klassischen Repertoire brachte Jens Peter Maintz auch viele Werke zeitgenössischer Komponisten, von Isang Yun bis Georg Friedrich Haas, zur Aufführung.

Seit 2004 lehrt er als Professor an der Universität der Künste Berlin, wo er eine äusserst erfolgreiche Celloklasse leitet. Viele seiner Studenten sind Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe und/oder haben führende Positionen in großen Orchestern inne.
Ebenso ist Jens Peter Maintz ein überaus gefragter Kammermusiker – er ist Mitglied der renommierten Konzertreihe „Spectrum Concerts Berlin“ und musiziert mit Kammermusikpartnern wie  Janine Jansen, Boris Brovtsyn, Torleif Thedéen sowie mit Hélène Grimaud, Kolja Blacher, Isabelle Faust, Antoine Tamestit oder dem Artemis, Carmina und Auryn Quartett.
Zusammen mit Wolfgang Emanuel Schmidt bildet er seit mittlerweile 25 Jahren das Cello-Duo „Cello Duello“, das auf den wichtigsten Cellofestivals weltweit konzertiert, wie z.B. beim Kronberg Festival, bei der Cello Biennale Amsterdam und dem Piatigorsky Festival Los Angeles.
Für seine bei Sony Classical erschienene CD mit Solowerken von Bach, Dutilleux und Kodaly wurde Jens Peter Maintz mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. Das Label Berlin Classics veröffentlichte seine viel beachtete Aufnahme mit den Cellokonzerten von Haydn, begleitet von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

In der Saison 2016/17 wird er unter anderem beim Vivacello Festival Moskau, in Japan beim Tokyo Spring Festival, beim Tonyeong Festival in Südkorea, in Hamburg mit der Hamburger Camerata, in Freiburg, Madrid und Berlin, sowie mit dem Kuss und dem Mandelring Quartett zu hören sein. Auch mit Cello Duello wird es einige Konzerte geben, unter anderem mit Cello-Doppelkonzerten von Hofmann und Menotti mit dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau.
Jens Peter Maintz spielt das „Ex-Servais“-Cello von Giovanni Grancino aus dem Jahre 1697.

Gustav Frielinghaus

Gustav Frielinghaus wurde 1978 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Violine bei Winfried Rüssmann (Hamburg), Igor Ozim (Bern) und Thomas Brandis (Lübeck) sowie Kammer- musik bei Walter Levin (Basel) und Günter Pichler (Köln/Madrid).

Als Primarius des Amaryllis Quartetts gewann er zahlreiche Wettbewerbe und Preise wie den ECHO Klassik 2012 und spielte weltweit auf Festivals und in renommierten Konzerthäusern (Alte Oper Frankfurt, Tonhalle Zürich, Wiener Musikverein, Gran Teatro La Fenice di Venezia, Dai-ichi Seimei Hall Tokio).

Seit der Saison 2009/10 ist Gustav Frielinghaus Konzertmeister der Hamburger Camerata. In zahlreichen Konzerten leitete er die Camerata vom Pult des Konzertmeisters aus.

Für den musikalischen Nachwuchs setzt sich Gustav Frielinghaus in Kursen, Schülerkonzerten und als Juror ein. Außerdem engagiert er sich regelmäßig in Benefizkonzerten u.a. für das Hamburger Straßenmagazin Hinz & Kunzt.

 

RaphaëlSchenkel 

Raphaël Schenkel wird 1982 in Tübingen geboren. Seinen ersten Klarinetten-Unterricht erhält er im Alter von sieben Jahren, bereits mit 14 Jahren ist er Jungstudent an der Musikhochschule Trossingen.

Nach dem Abitur studiert er an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Manfred Lindner, später wechselt er an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ nach Berlin, wo er bei Prof. Karl-Heinz Steffens und bis zu seinem Diplom-Abschluss bei Prof. Wenzel Fuchs und Prof. Ralf Forster studiert.

Schon sehr früh sammelt Raphaël Schenkel Orchestererfah- rungen, so unter anderem im Bundesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Schleswig Holstein Festival- orchester. In der Spielzeit 2005/06 ist er Akademist im Konzerthausorchester Berlin, 2009/10 Stipendiat der Orchester- Akademie der Berliner Philharmoniker. Als Aushilfe spielt er in renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Sinfonieorchester

Sinfonieorchester Berlin, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Mahler Chamber Orchestra, bei den Berliner Philharmonikern und zuletzt bei Les Dissonances in der Philharmonie Paris. Seit 2011 ist Raphael Schenkel Solobassklari- nettist bei den Bremer Philharmonikern. Neben seiner Tätigkeit im Orchester ist er regelmäßig auch als Solist und in diversen Kammermusikformationen aktiv. 2014 gründet er das Festival „Klang Labor“, das an Schulen in ländlichen Regionen den Schülern klassische Kammermusik näherbringt. Seit 2013 unterrichtet Raphaël Schenkel an der Hochschule für Künste in Bremen.

Yves Sandoz

Der leidenschaftliche Kammermusiker Yves Sandozist vor allem als Cellist des Amaryllis Quartetts bekannt. Daneben gibt der gebürtige Solothurner auch regelmäßig Sonatenabende mit der Pianistin Marlis Walter und Solo-Recitals. Außerdem widmet er sich als Solocellist der Hamburger Camerata und dem Kölner Kammerorchester auch der Arbeit mit größeren Klangkörpern. Geboren 1980, erhielt er seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren. Sein Studium bei Reinhard Latzko an der Musikhochschule Basel schloss er 2004 mit dem Lehrdiplom ab. In der Solistenklasse von Prof. Gustav Rivinius in Saarbrücken vertiefte er seine musikalischen Kenntnisse und legte 2007 die Konzertreifeprüfung und 2010 das Solistendiplom ab – beide mit Auszeichnung. Yves Sandoz wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 2002 den Förderpreis der Regiobank Solothurn, 2004 den Werkjahrpreis des Kanton Solothurn und 2005 den Förderpreis der Saarbrücker Casino Gesellschaft. Seit 2003 ist Yves Sandoz Mitglied des Amaryllis Quar-

Quartetts, mit dem er zahlreiche Preise gewann. Den wichtigsten Teil seiner Ausbildung erhielt das Ensemble bei Walter Levin (LaSalle Quartett) und dem Alban Berg Quartett. Es trat u. a. im Wiener Musikverein, in der Dai-ichi Seimei Hall Tokio, im Teatro La Fenice Venedig und der Alten Oper Frankfurt auf und war bei Festivals wie dem Lucerne Festival, der Schubertiade Schwarzenberg und dem Chelsea Music Festival in New York zu Gast.

Johann Blanchard

Johann Blanchardwurde 1988 in Romans-sur-Isere geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf, wo er die klassische Musik schätzen lernte. Im Alter von sechs Jahren erhielt er von Prof. Sigrid Lehmstedt seinen ersten Klavierunterricht, den er 1998 am renommierten Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar fortführte. In dieser Zeit spielte er seine ersten Konzerte im Solo- und Kammermusikbereich sowie mit Orchester und erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen in den Klavierwettbewerben Jugend musiziert, Gotrian Steinweg und Robert Schumann. 

2006 führte ihn der Weg nach Rostock, wo er an der Hochschule für Musik und Theater in der Klasse von Prof. Matthias Kirschnereit und Prof. Karl Heinz Will sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Parallel studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Prof. Stefan Arnold. Weitere Anregungen erhielt er u. a. von Michel

 
 
 

Beroff, Bernd Goetzke, Pavel Gililov, Elisabeth Leonskaja, Bernard Ringeissen und Claudius Tanski. 

Während seiner Studienzeit war er u. a. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen in Internationalen Wettbewerben, wie dem Piano Campus in Pontoise/Paris, Palma D ́oro in Italien, Ferrol in Spanien und Unisa in Südafrika.
Johann Blanchard konzertierte bereits im Konzerthaus Berlin, Prag, Paris, Musikverein Wien, Los Angeles, Buenos Aires, Johannesburg und spielte im Europäischen Klassikfestival Ruhr, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und Gezeitenkonzerte, im l ́Été musicale in Frankreich und im Jewish Music Festival in San Diego. Als Solist trat er u. a. mit dem Theater Vorpommern, der Polnischen Kammerphilharmonie und der Neuen Philharmonie Westfalen auf. Mehrmals war er im Rundfunk auf NDR Kultur sowie im ORF live zu hören. 

Neben dem Solospiel, widmet sich Johann Blanchard auch der Kammermusik, wo er in verschiedensten Besetzungen zu hören ist. Das eigene Musizieren ist für ihn jedoch nur wenig, wenn er die Begeisterung, die Musik in ihm hervorruft, nicht teilen kann, so unterrichtet er u. a. am Schweriner Konservatorium. Außerdem interessiert er sich für andere Musikrichtungen wie den Jazz und die elektronische Musik. Er nimmt für das Label MDG – Musikproduktion Dabringhaus und Grimm auf. 

Rudolf Guckelsberger

Rudolf Guckelsberger studierte zunächst katholische Theologie in Bonn und Würzburg, dann Sprechkunst und Sprecherziehung an der Musikhochschule Stuttgart. Beide Studien-gänge schloss er mit dem Diplom und Auszeichnung ab. Seit 1990 arbeitet er als Sprecher und Moderator beim Südwestrundfunk (SWR). Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit ist die Konzeption und Präsentation von Lesungen für diverse Veranstalter. Weit über 150 Programme mit einem breiten Themenspektrum sind so bisher entstanden und in seinem ständigen Repertoire. Circa 100 Auftritte im Jahr führen ihn durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland. Immer wieder arbeitet Guckelsberger auch mit international bekannten Musikern zusammen. Neben vielen, von ihm selbst konzipierten literarisch-musikalischen Programmen ist er ein gefragter Interpret bei einschlägigen Kompositionen für Sprecher und Instrumentalensembles. Mehr als zwanzig Hörbücher (auf CD und online) haben ihn auch jenseits der Bühne einem breiten Publikum bekannt gemacht. 

 

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